Speisekürbis – Zierkürbis

Butternut, Hokaido (v.l.n.r.) ©Dianino
Speisekürbisse (Cucurbita) gehören zu den ältesten Kulturpflanzen und größten Beerenfrüchten der Welt. Ursprünglich aus Südamerika kommend, sind sie heute auch in Europa heimisch. Es gibt fünf Sorten, von denen Gartenkürbisse, Birnenkürbisse und Riesenkürbisse für die menschliche Ernährung bedeutend sind. Von der Blüte über das Fruchtfleisch bis hin zu den Samen sind alle Bestandteile des Speisekürbisses verwertbar. Das Kürbisfleisch wird hauptsächlich als Gemüse zubereitet, seltener als Kuchen. Sein Geschmack variiert von süßlich über nussig bis maronig. Zierkürbisse dagegen enthalten den giftigen Bitterstoff Cucurbitacin, der auch durch Kochen nicht zerstört wird. Die Winterkürbisse (z.B. Butternut, Moschus) haben eine härtere, nicht eßbare Schale. Die Sommerkürbisse (z.B. Delicata, Spaghettikürbis) haben eine weichere, eßbare Schale und selbst das Fruchtfleisch ist roh geraspelt eine Gaumenfreude.
Jack O’ lantern
Der Kürbis speziell Jack O’Lantern (Jack mit der Laterne) gilt als Symbol für Halloween. Den Jack-O’Lantern-Brauch haben irische Einwanderer in die USA gebracht. An Halloween (All Hallows’ Even, Allerheiligen Abend) wird eine ausgehöhlte Kürbislaterne, in die eine Fratze geschnitten ist vor die Tür gestellt. Mit seiner leuchtend orangen Farbe ist der Kürbis ein Lichtblick im Herbst.
Ernährungsphysiologische Bedeutung
Das Kürbisfruchtfleisch besteht zu 91 % aus Wasser und zählt mit seinen 24 Kilokalorien Prozent zu den kalorienärmeren Obstsorten. Es enthält reichlich Vitamin A, Beta-Carotin und Kalium. Augenscheinlich hoch ist auch der Anteil an Carotinoiden, die dem Kürbis seine leuchtend orange Farbe verleiht.
Kürbissamen sind reich an Phytosterine und Vitamin E, denen eine immunmodulierende Wirkung zu gesprochen wird. Die fettreichen Kürbissamen werden zu Kürbiskernöl (z.B. Steirisches Kernöl) verarbeitet, das einen besonders hohen Vitamin E Gehalt und hat. Das Fettsäurenmuster ist herzensgut, da es rund 20 % gesättigte, 30 % einfach ungesättigte und 50 % mehrfach ungesättigte Fettsäuren enthält.
Nähwert pro 100 g verzehrbarer Anteil
Energie 24 Kcal • Eiweiß 1,1 g • Fett 0,1 g • Kohlenhydrate 4,6 g • Ballaststoffe 2,2 g • Wasser 91 g • Organische Säuren 0,2 mg • Phosphor 45 mg • Vitamin A 0,13 mg • Vitamin B1 0,05 mg • Vitamin B2 0,06 mg • Vitamin B3 0,7 mg • Vitamin B5 0,4 mg • Vitamin B6 0,11 mg • Vitamin C 12 mg • Vitamin E 1,1 mg • Carotinoide 0,95 mg • Natrium 3 mg • Kalium 305 mg • Magnesium 8 mg • Calcium 20 mg • Phosphor 45 mg • Chlorid 18 mg • Eisen 0,8 mg • Zink 0,2 mg
Kürbisgemüse (Rezept für 2 Personen)

Kürbisfleischwürfel @Dianino
1 kg gewürfeltes Kürbisfleisch
1 El geriebenen, frischen Ingwer
1 El Butter
1 El Honig
1 Ml Salz
1 Ml frisch geriebene Muskatnuß
Saft von 4 Orangen
1 El krause Petersilie
Zubereitung: Butter und Honig in einem Topf auf mittlerer Stufe zerlassen. Kürbis und Ingwer zugeben und unter Rühren kurz anschwitzen. Orangensaft mit Salz und Muskatnuß vermischen, zu dem Kürbis geben und etwa 15 Minuten garen. Dazu schmeckt gut gekochte Hühnerfleischwürfel und Salzkartoffeln. Vor dem Servieren mit frisch gerupften Petersilienröschen garnieren. Guten Apetitt!
Nährwert pro Person: Energie 65 Kcal • Eiweiß 2 g • Fett 2 g • Kohlenhydrate 10 g • Ballaststoffe 4 g
Quelle Nährwertangaben: Der kleine Souci/Fachmann/Kraut. Lebensmitteltabelle für die Praxis, 4. Auflage
Buchtipp: Natürlich Jamie – Meine Frühlings-, Sommer-, Herbst- und Winterrezepte ISBN 978-3-8310-1102-5
Schlagworte: Ernährungsphysiologie, Essen, Inhaltsstoffe, Kürbis, Nährwert, Rezepte, Speisekürbis, Zubereitung